Galt bis vor wenigen Jahren eine gemusterte Tapetenwand noch als unmodern und veraltet, so kommt die typische Old School Tapete wieder in Trend. Ob gemusterte, gepunktet, verschnörkelt oder eine Fotomotivtapete – Tapezieren ist eine willkommene Alternative zum Streichen der eigenen vier Wände.
Tapezieren leicht gemacht!
Schritt 1 – Entfernung der alten Tapete
Für Tapezieranfänger gilt es einige Tipps zu beachten, um unschöne Blasen oder Risse in der fertigen Tapete zu vermeiden. Alte Tapeten müssen vor Beginn restlos von der Wand entfernt werden. Teure Mittel aus dem Heimwerkermarkt sind hierfür jedoch nicht erforderlich. Es empfiehlt sich eine Flüssigkeit aus zur Hälfte warmen Wasser und zur anderen Hälfte Essig. Mit einem Farbroller wird diese Lösung auf die alte Tapetenwand gestrichen. Diesen Vorgang des Bestreichens mit anschließender Einwirkzeit wiederholt man einige Male. Schließlich lassen sich die Tapetenreste einfach und großstückig entfernen. Stört man sich an dem Essiggeruch, so kann man sich alternativ auch eine Lösung aus Wasser und Spülmittel anmischen.
Schritt 2 – Vorbereitung zum Tapezieren
Für ein optimales Ergebnis sollte die Wand zuvor mit einem ölhaltigen Grundierlack versorgt werden. Diesen Lack in jedem Falle anschließend gut aushärten lassen. Zum einen wird die Wandunterlage dadurch geglättet, zum anderen lässt sich die Tapete später einfacher wieder ablösen.
Schritt 3 – Aufbringen der Tapete
Oftmals kostet dieser Schritt dem Heimwerker alle erdenklichen Nerven. Ein guter Tipp ist, die Tapete mindestens zu zweit anzubringen. Außerdem sollte vorher getestet werden, ob die Leiterhöhe ausreicht oder die einzelnen Musterteile schließlich wie gedacht zusammenpassen. Denn vor allem gemusterte Tapeten wirken im Endergebnis unschön, wenn die einzelnen Tapetenteile ungenau zusammengefügt sind. Außerdem ist darauf zu achten, dass der Tapetenkleister (im Baumarkt beraten lassen) gleichmäßig und dünn auf die Tapete aufgetragen wird. Auch die Enden müssen sorgfältig eingekleistert werden.
Schritt 4 – Feinarbeiten
Wichtig für eine dauerhaft schöne Tapete ist der Ausschluss von Feuchtigkeit. Daher sollten unbedingt die Ränder und Enden der Tapeten mit Klarlack bestrichen werden. Leicht passiert es, dass beim Umräumen der Zimmermöbel auch die Tapete in Mitleidenschaft gezogen wird. Kleine Löcher können einfach geflickt werden. Hierbei immer das einzusetzende Stück reißen und nicht schneiden- dann fällt der geflickte Teil nicht ins Auge. Das größte Problem beim Tapezieren ist die Blasenbildung. Eine Blase wird mit einem Rasiermesser eingestochen. Mit einem Tupfer etwas Tapetenkleister darunter tupfen und mit einem feuchten Schwamm alles begradigen. Werden diese Tipps berücksichtigt, so wird das Selbst-Tapezieren zu einem spaßigen Ergebnis und nicht zur Heimwerkerfalle.





